GESCHICHTE.

GESCHICHTE DES FREIBURGER BLASORCHESTERS E. V.

Wenn man die Chronik des Freiburger Blasorchesters schreibt, muss man zurückgreifen auf das Jahr 1887, denn schon damals gab es in der noch selbstständigen Gemeinde Haslach eine Musikkapelle.

Einen weiteren Hinweis auf den Bestand einer Blaskapelle in Haslach findet man in einem Buch des früheren Pfarrers der Melanchthongemeinde, Hans Carl Scherrer. Der Verfasser veröffentlichte in seinem Buch über Haslach ein Bild der Musikkapelle aus dem Jahre 1913. Sie bestand aus 13 Musikern. Aber erst am 12. Februar 1921 wurde die Gründungsversammlung des Musikvereins Haslach abgehalten.

Ein Jahr nach der Gründung zählte der Verein bereits 117 Mitglieder und verfügte über 17 vereinseigene Instrumente. Nach einer wechselvollen Zeit schwanden dem Musikverein Freiburg-Haslach die Musiker – die Spielfähigkeit war in Gefahr und der Verein drohte sich aufzulösen. Dank des einsatzfreudigen Dirigenten Hans Gillhaus und einer geduldigen Vorstandschaft wurde mit wenigen jungen Musikern im Jahre 1970 ein Neuanfang gestartet. Nach 1970 drängten immer mehr Jugendliche zur Blasmusik, und so kam die Vorstandschaft zu dem Entschluss, ein Jugendorchester zu gründen. Dieses wurde am 11. Oktober 1974 aus der Taufe gehoben. Weil sich auch junge Musiker aus anderen Stadtteilen dem Orchester anschlossen, wählte man den Namen ERSTES FREIBURGER JUGENDBLASORCHESTER.

Der musikalische Weg des Ersten Freiburger Jugendblasorchesters im Musikverein Freiburg-Haslach führte nach dem Gründungstag kontinuierlich nach oben.

In Hans Gillhaus hatte das Orchester einen Dirigenten und Musikerzieher, der es verstand, in gemeinsamer Arbeit mit den Musiklehrern und den jungen Musikern einen beeindruckenden Klangkörper zu schaffen.

Schon vier Jahre später konnte das Jugendblasorchester auf die stattliche Zahl von 130 Mitgliedern blicken. Die große Anzahl der Musiker führte zur Gründung eines Nachwuchsorchesters.

Doch nicht nur aufgrund seiner Mitgliederstärke, sondern auch wegen seiner Auszeichnungen machte das Orchester von sich reden. So beteiligte man sich 1981 und 1985 an den Weltmusikfestspielen in Kerkrade (Niederlande) und konnte eine Gold- und eine Silbermedaille erringen. Etliche Reisen, die in das benachbarte Ausland, bis hin nach England, ebenso wie in viele inländische Städte führten, brachten zahlreiche Kontakte und Freundschaften mit sich, die heute noch Bestand haben.

1986 führten Altersgründe dazu, dass man sich mittlerweile nicht mehr als Jugendblasorchester bezeichnen konnte, sondern sich nun als FREIBURGER BLASORCHESTER im Musikverein Freiburg-Haslach der Öffentlichkeit vorstellte. Dies bedeutete jedoch nicht, dass es von da an kein Jugendblasorchester mehr gab – diese Rolle wurde nun vom früheren Nachwuchsorchester übernommen. Weitere Höhepunkte wie 1989 der CISM-Wettbewerb in Trier und eine nochmalige Teilnahme an den Weltmusikfestspielen 1993 in Kerkrade folgten.

Im Jahr 1999 wurde aufgrund der zunehmenden Zöglinge das KINDERBLASORCHESTER gegründet. Somit bestand der Musikverein von nun an aus drei Orchestern.

Nach Walter Ifrim und Jürgen Burmeister übernahm 2005 Stefan Grefig das Freiburger Blasorchester. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Orchester zu einem regional und überregional bekannten Klangkörper, der seine Qualität immer wieder durch zahlreiche Wettbewerbsteilnahmen und durch Konzertprojekte im Konzerthaus Freiburg unter Beweis stellte.

Ein größerer Einschnitt in der Geschichte des Musikvereins Freiburg-Haslach geschah 2012. Der Verein, der vielen Leuten sowieso als „Freiburger Blasorchester“ bekannt war, benannte sich in Freiburger Blasorchester e. V. um. Damit wurden die verwirrenden Namensunterschiede vom Verein und seinem Aushängeschild vereinheitlicht.

Seit Januar 2016 ist Johannes Stert der musikalische Leiter des Freiburger Blasorchesters.

 

 

 

 

FBO